Private Krankenkassen - die bessere Alternative?

Wer darf und kann sich in einer privaten Krankenkasse versichern? Und welche Vorteile bringt die Mitgliedschaft in einer solchen Krankenversicherung? Sind private Krankenkassen die bessere Alternative? Oder gar ein Auslaufmodell.

Es ist ruhig geworden um die privaten Versicherungen. Noch im Frühjahr 2008 hatte ein Vorstoß einiger großer Versicherer für Unruhe gesorgt. Sie hatten Zweifel geäußert, ob private Krankenkassen tatsächlich zukunftsfähig sein könnten. Sie rüttelten damit an der privaten Vollversicherung und schlugen auch eine Alternative vor: Die Grundversorgung sollte durch die gesetzliche Krankenversicherung erfolgen und die Privatkassen übernehmen den Rest. Dieser Vorschlag hat Beifall geerntet, aber auch jede Menge Kopfschütteln.

Triumphaler Beifall kam beispielsweise von den Sozialdemokraten. Sie sahen so etwas wie ihre Bürgerversicherung wieder auf dem Vormarsch. Überhaupt meldeten sich diejenigen zu Wort, die das System der Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland ohnehin kritisieren. Private Krankenkassen führen ihrer Meinung nach zu einer Bevorteilung eines kleinen Teils der Bevölkerung. Zehn Prozent der Bevölkerung sind Mitglied einer privaten Krankenkasse. Vor allem Beamten, Selbstständigen und gut Verdienenden wird die Aufnahme gewährt. Eine Abschaffung dieser wäre für sie mit finanziellen, aber auch mit Versorgungsnachteilen verbunden. Für deren Mitglieder ist die private Krankenversicherung jedenfalls die bessere Alternative.

Private Krankenkassen haben ihren Platz im Gesundheitswesen

Nun, die Diskussion um die Abschaffung von privaten Krankenkassen hat sich auch nicht lange gehalten. Irgendwie ist die derzeitige Gesundheitsreform ja noch nicht einmal abgeschlossen. Und in dieser haben Privatkassen durchaus ihren Platz. Der Zeitpunkt, über eine Umgestaltung zu reden, war also reichlich ungünstig. Denn eine Reform, bei der private Krankenkassen am Ende nicht überleben, ist ein noch größeres Projekt als das, welches die große Koalition bisher eher mit Ach und Krach über die Bühne brachte.

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