Private Krankenversicherung für Arbeitnehmer?
Artikel erstellt am Dienstag, 29. April 2008
Für einen Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Einkommen, welches über der Beitragsbemessungsgrenze (Bruttogehalt von mind. 48.150 Euro im Jahr) liegt kann ein Eintritt in die Private Krankenversicherung durchaus Vorteile bringen. Auch Beamte, Freiberufler, Künstler und Selbständige haben die Möglichkeit in eine private Krankenversicherung einzutreten, ohne dass ihr Gehalt eine Rolle spielt. Jedoch genießen Beamte und Arbeitnehmer die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, einen Besonderen Status. Sie haben freie Wahl zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung. Allgemein kann man sagen, dass die Auswahl nicht sehr schwer ausfallen sollte, da die private Krankversicherung wesentlich mehr Vorteile bring.
Bei der privaten Krankenversicherung wird der Beitrag anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung nicht vom Bruttolohn bis zur Höchstgrenze festgelegt. Der Betrag wir aus dem gewählten Versicherungsschutz, Geschlecht, Alter, Eintrittsdatum und Vorerkrankungen festgelegt. Vor Aufnahme wird von der privaten Krankenversicherung ein Gesundheitscheck verlangt, um den aktuellen Gesundheitszustand festzustellen. Sollte dieser Check zu schlecht ausfallen, kann die Versicherung einen potenziellen Kunden ablehnen. Alle die in einem festen Arbeitsverhältnis stehen, müssen nur die Hälfte vom Versicherungsbeitrag bezahlen, da der Arbeitgeber die andere Hälfte übernimmt. Bei Beamten kann der Dienstherr sogar bis zu 80 Prozent vom Versicherungsbeitrag bezahlen.
Ein Wechsel in eine private Krankenversicherung ist eine endgültige Entscheidung, da eine Rückkehr in eine gesetzliche Versicherung nicht ohne weiteres möglich ist. Umstände für die Rückkehr könnten zum Beispiel der Empfang von Arbeitslosengeld II sein oder aber, ein unter die Beitragsbemessungsgrenze gesunkenes Gehalt.
Jedes Familienmitglied muss einen eigenen Beitrag zur privaten Versicherung bezahlen, so sind Familien mit vielen Kindern und keinem überdurchschnittlichem Einkommen besser in einer gesetzlichen Versicherung aufgehoben. Vor allem aber für Singles rentiert sich der Wechsel in eine private Krankenversicherung.
Bei einer Entscheidung ist aber nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft entscheidend. So sollten Sie ihr Einkommen und Kinderwünsche beachten, da die Beiträge mit zunehmendem Alter auch noch weiter steigen. Um unnötige Kosten zu sparen, sollten Sie die angebotenen Tarife gut vergleichen und Ihnen bewusst sein, welche Leistungen Sie wirklich benötigen.
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