Fremdwährungskredite

Fremdwährungskredite wurden lange Zeit als der Renner unter den Krediten gehandelt. Kredite, die anfangs der 80-er Jahre in japanischen Yen vereinbart wurden, haben durch den Wirtschaftsboom fast nichts gekostet. Das Wechselkursrisiko war aber damals wie heute sehr hoch. Fremdwährungskredite sind deshalb mit der Spekulation an der Börse am besten vergleichbar – eine Garantie gibt es da nicht.

Die erheblich erhöhten Spesen eines solchen Kredites, was durch die ewigen Wechselkursumrechnungen verständlich ist, zählen zusätzlich zu den Nachteilen eines Fremdwährungskredites. Ein weiterer Nachteil ist die Abhängigkeit von der immer wechselnden Wirtschaftslage des jeweiligen Landes. Warum? Nun, die Kursentwicklungen der gewählten Währung müssen im Auge behalten werden. Wird der günstige Zeitpunkt auf Euro umzusteigen verpasst, hat die ganze Maßnahme überhaupt keinen Sinn gehabt.

Hat man aber die Augen offen gehabt und auch die Wirtschaft mitgemacht, kann man von sich behauten eine große Chance genutzt zu haben. Doch bekanntlich gibt es keine großen Chancen ohne großes Risiko, so genau so bei Fremdwährungskrediten, man muss starke Nerven haben und auch ein gesichertes Einkommen, damit einem bei möglichen Misserfolg nicht gleich das Genick gebrochen wird.

Darauf sollten Sie sich bei einem Fremdwährungskredit gefasst machen:

  • Sie sollten zusätzliche Sicherheiten parat halten, die die Bank jederzeit neu anfordern kann. Dies geschieht dann, wenn Ihre Fremdwährungsschuld auf Grund des Wechselkurses anwächst. Sollten Sie zu wenig an Sicherheit bieten können, kann Ihnen sofort der gesamte Kredit fällig gestellt werden.
  • Auch die Zusatzkosten sind nicht zu verachten und deutlich höher als jeder Bankkredit;
  • Das Eurokonto und das Fremdwährungskonto verlangen nach doppelten Kontoführungsgebühren.
  • Devisenprovision, Devisenkommission, Wechselspesen das sind nur ein paar Begriffe unter denen die Provision für das Wechseln in Höhe von ca. 0,25% verrechnet wird.
  • Auch so genannte Manipulationsgebühren fallen Quartalweise oder pro Transaktion an.
  • Und auch bei dem Glücksfall, dass endlich der günstige Währungskurs die Währungsumwandlung ermöglicht, werden Switch-Kosten von ca. 0,5 % verrechnet.
  • Und unabhängig vom Kreditbetrag werden oft Mindestspesen berechnet.

Fazit:

Bei einem Fremdwährungskredit können erhebliche Belastungen entstehen! Wer sich die gewünschte Summe mit einem Bauspardarlehen oder
einem Bankkredit nicht leisten kann, sollte keinesfalls das Risiko
eines Fremdwährungskredites eingehen und nicht spekulieren. Es gibt heute genügend Onlinekredit-Angebote, die viel bessere Konditionen bieten als jeder Fremdwährungskredit.

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