Durch Wechselkursveränderungen sparen
Artikel erstellt am Samstag, 5. April 2008
Wie kann man durch Veränderungen der Wechselkurse zwischen verschiedenen Währungen Geld sparen? Es gibt eine Möglichkeit namens Fremdwährungsdarlehen. Bei dieser Form erfolgt die Aufnahme eines Darlehens nicht in der eigenen Landeswährung sondern in einer Fremdwährung. Daher auch der Name Fremdwährungsdarlehen.
Wie jeder andere Kredit müssen auch für dieses Darlehen monatlich Zinsen an die Bank gezahlt werden, und je nach Vertragsart auch Tilgungen und Sondertilgungen. Da das Darlehen aber in einer fremden Währung verrechnet wird, muss vor jeder Rückzahlung die eigene Währung in die Landeswährung umgetauscht werden. Die bietet die Chance auf Wechselkursgewinne und kann sparen helfen.
Verändert sich der Wechselkurs der beiden Währungen zugunsten der eigenen Währung, dann müssen für die fälligen Zinszahlungen weniger EUR aufgewannt werden um den Zinsbetrag in der Fremdwährung zu erhalten.
Beispiel: Wenn die eigene Währung gegenüber der Fremdwährung stärker wird, dann braucht man z.B. nicht mehr monatlich 250,- EUR für Zins und Tilgung, sondern bloß noch 225,- EUR. Verändert sich der Wechselkurs noch weiter zu eigenen Gunsten, kann sich der zu zahlende Betrag noch weiter ermäßigen.
Analog dazu kann sich auch der Wechselkurs in die andere Richtung entwickeln, so dass man mehr EUR benötigt um die Zinszahlungen bedienen zu können. Mittels so einem Fremdwährungsdarlehen kann man, bei günstigen Wechselkursverhältnissen, ein Baudarlehen günstiger finanziert bekommen als alternative Angebote im eigenen Land. Jedoch sollte sich jeder Interessent vor der Aufnahme eines solchen Darlehens ausführlich informieren und bei Bedarf von Finanzdienstleister beraten lassen, damit es nicht zu einer bösen Überraschung und hohen Zinszahlungen kommt.
Es kommt dabei immer auf die Wirtschaft der beiden Länder an, denn diese bildet oft die Grundlage für Währungsveränderungen.
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